Psychotherapie
nach dem Heilpraktikergesetz
Auf Stärken
schauen
Die klientenzentrierte Gesprächstherapie ist getragen von der Überzeugung, dass jeder Mensch sich persönlich weiterentwickeln kann. Wir können immer wieder Neues lernen, müssen manchmal auch neue Perspektiven entwickeln, um schwierige Situationen durchzustehen. Durch aktives Zuhören, offene Fragen und wertschätzende Rückmeldungen kann belastendes Erleben besser verstanden und in Richtung gewünschtes Erleben entwickelt werden. Dabei möchte ich Sie unterstützen.

Ich arbeite auf Grundlage des hypnosystemischen Therapieansatzes. Im Grundsatz verbindet das Modell systemisch-lösungsorientierte Ansätze, u.a. aus der Familientherapie, mit der Hypnotherapie nach Milton Erickson. Es integriert Erkenntnisse aus der Neurobiologie, der Priming-, Embodiment- und Gedächtnisforschung.
Die Hypnotherapie hat nichts mit einer „Bühnenhypnose“ zu tun! Es geht vielmehr um eine Form der Gesprächsführung, die mithilfe positiver Sprachbilder arbeitet. In bestimmten Fällen kann eine Tiefenentspannung, eine Art innerer Reise, den Weg zu Ihrem unbewussten Wissen ebnen. Aber auch in einem solchen Prozess steuern Sie bzw. Ihr Unbewusstes Ihr Erleben.
Was zeichnet den systemischen Ansatz aus?
Die systemische Therapie konzentriert sich auf die Wechselwirkungen und Beziehungen innerhalb von sozialen Systemen. Themen aus Familie, Berufsumfeld, Freundeskreis etc. werden nicht isoliert, sondern immer im Kontext der Beziehungen und Interaktionen betrachtet.
Der systemische Ansatz geht davon aus, dass jeder Mensch seine Wirklichkeit erzeugt, indem er seinen Erfahrungen Bedeutungen gibt. Jeder Mensch formt demnach seine Sicht auf die Dinge, konstruiert seine Realität und trägt sie in sein soziales Umfeld. Dort treffen unterschiedliche Perspektiven und Sichtweisen aufeinander und beeinflussen sich gegenseitig. Mit der systemischen Betrachtungsweise können Gefühle eingeordnet und Handlungsabläufe verstanden werden. Insbesondere ungünstige (dysfunktionale) Muster können identifiziert, neue Lösungswege und günstigere Handlungsoptionen gefunden werden.
Was ist Hypnotherapie nach Milton Erickson?
Milton H. Erickson (1901–1980) gilt als Pionier der Hypnotherapie. Aus eigener Krankheitserfahrung gelangte er zu der Überzeugung, dass ein Mensch die Lösung seiner Probleme in sich trägt. Diese inneren Ressourcen zu aktivieren und Menschen zu helfen, für ihre Herausforderungen ganz individuelle Lösungen zu finden, war sein Antrieb.
Erickson arbeitete häufig mit Geschichten, Metaphern und Analogien, die auch auf einer unbewussten Ebene die Lösungskompetenzen seiner Klient:innen förderten. Trance war für ihn nichts Besonderes, er beschreibt sie als Ergebnis von „Aufmerksamkeitsfokussierung“. Im Zustand vertiefter Aufmerksamkeit bei gleichzeitiger Entspannung wird das Bewusstsein fokussiert, Äußeres tritt in den Hintergrund. Dadurch kann der Weg zu innerem Wissen, zu hilfreichen Veränderungen im Denken, Fühlen und Verhalten freigelegt werden.
Können wir unser Denken und Handeln tatsächlich beeinflussen?
Die Hirnforschung hat interessante Erkenntnisse zutage gefördert, die wissenschaftlich belegen, dass Veränderung grundsätzlich möglich ist und auch nachhaltig sein kann. Man bezeichnet die Fähigkeit des Gehirns, sich durch Erfahrung und Lernen zu verändern, als Neuroplastizität. Das bedeutet, dass therapeutische Interventionen tatsächlich strukturelle und funktionale Veränderungen im Gehirn bewirken können. Das Konzept unterstützt die Idee, dass Psychotherapie nicht nur psychologische, sondern auch biologische Veränderungen herbeiführen kann.
Was versteht man unter Priming?
Als Priming oder „Bahnung“ bezeichnet man ein psychologisches Phänomen, bei dem ein bestimmter Reiz oder ein Ereignis die Reaktion auf einen nachfolgenden Reiz beeinflusst. Das geschieht oft unbewusst und kann Wahrnehmung, Gedächtnis und Verhalten einer Person verändern, indem es bestimmte Assoziationen aktiviert. Beispielsweise kann das vorherige Lesen des Wortes „Blume“ die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass jemand das Wort „Rose“ schneller erkennt.
Was versteht man unter Embodiment?
Embodiment bezieht sich auf die Idee, dass unsere körperlichen Erfahrungen und Bewegungen unser Denken, Fühlen und Verhalten beeinflussen. Diese Forschung zeigt, dass körperliche Zustände, wie Körperhaltung oder Gestik, unsere Emotionen und kognitiven Prozesse modulieren können. Zum Beispiel kann das Lächeln, selbst wenn es nicht authentisch ist, positive Gefühle hervorrufen und die Stimmung heben.
Was untersucht die Gedächtnisforschung?
Die Gedächtnisforschung untersucht, wie Informationen gespeichert, abgerufen und vergessen werden, und welche Faktoren diesen Prozess beeinflussen. Sie beschreibt verschiedene Gedächtnisarten wie das Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis, sowie die Mechanismen des Lernens und der Erinnerung. Neuere Studien zeigen, dass die Gedächtnisleistung nicht statisch ist, sondern durch neue Erfahrungen und Kontexte dynamisch verändert werden kann.
Wie läuft eine
Therapie ab?
// 01
In der ersten Sitzung bekommen wir einen gegenseitigen Eindruck voneinander und schauen, ob wir „zueinander passen“. Dabei erläutern Sie Ihr Anliegen und ich kläre Sie über Möglichkeiten und Risiken auf.
// 05
Dann begeben wir uns gemeinsam auf die Suche nach Ihren individuellen Lösungsansätzen. Dabei können verschiedene therapeutische Methoden zum Einsatz kommen.
// 02
Am Ende der Sitzung erhalten Sie einen Anamnesebogen zum Ausfüllen sowie alle wichtigen Informationen zur Therapie und einen Behandlungsvertrag mit den Konditionen.
// 06
Am Ende einer Sitzung ordnen wir ein und besprechen, welcher nächste Schritt sinnvoll sein könnte.
// 03
Wenn wir uns entscheiden zusammenzuarbeiten, vereinbaren wir Termine, je nach Anliegen und Möglichkeiten im Wochen-, Zwei- oder Dreiwochenrhythmus.
// 07
Über erzielte Fortschritte und über die Dauer der Therapie stimmen wir uns immer wieder ab.
// 04
In den folgenden Sitzungen versuchen wir erst einmal die Themen und Fragen einzugrenzen und Ziele zu definieren.
Wozu Psychotherapie?

Belastendes
Belastende Lebenssituationen verengen unsere Wahrnehmung. Wir schauen in erster Linie auf die Probleme. Dinge, die wir gut können, Fähigkeiten, die uns aus der Krise führen können, geraten dabei aus dem Blick.

Symptome
Wir beginnen zu leiden und sogenannte Symptome zu entwickeln. Das kann sich unter anderem in depressiven Reaktionen wie Antriebslosigkeit, in Ängsten, Zwängen, extremer Trauer, Rückzug und Einsamkeit oder auch in sozialen Konflikten äußern.

Hilfreiches
Psychotherapeutische Gespräche können helfen, ein tieferes Verständnis für die Situation zu erlangen, emotionale Stärken wiederzufinden und neue Perspektiven zu entwickeln.
Ein Gespräch öffnet Raum für Veränderung.